Fortbildung Ehrenamtlicher
Hierbei handelt es sich um Erfahrungen von Teilnehmern. Es wird kein Anspruch auf vollständige Darstellung des Themas erhoben.
Viele Ehrenamtliche haben den Wunsch nach Fortbildung, um ihr Ehrenamt sachgerecht und hochwertig ausführen zu können. Dabei ist zwischen zwingend notwendigen, fachlich wünschenswerten und sonstig hilfreichen bzw. interessanten Fortbildungen zu unterscheiden. Zwingend notwendige Inhalte werden in der Regel schon angeboten und oft über Fachprogramme auch finanziert (z.B. bei der Feuerwehr).
Wünschenswerte Fortbildungen betreffen z.B. Rechtsfragen, vorzugsweise für Vorstände. Hier ist es sinnvoll, wenn Angeboten ortsnah und niedrigschwellig angeboten werden, um keine hohen Hemmschwellen entstehen zu lassen. Günstige Teilnahmemöglichkeiten stärken auch die Bereitschaft, Funktionen bzw. Ämter zu übernehmen.
Wünschenswert sind auch Fachfortbildungen, die zu einer guten Arbeit befähigen sollen. Hier erweist es sich als sinnvoll, wenn für bestimmte Tätigkeiten Curricula entwickelt werden. Träger können hier mit Bildungsanbietern zusammenarbeiten. So können z.B. regionale Bedarfe ermittelt, zusammengefasst und dann mit Veranstaltungen vor Ort bedient werden.
Die Organisation lohnt sich jedoch nur, wenn es sich um Module bzw. Fortbildungsreihen handelt. Es ist zwischen Fortbildung und reinen „Informationsabenden“ zu unterscheiden. Eine Förderung lohnt sich insbesondere bei umfangreicheren kostenintensiveren Modulreihen. Die Anmeldung der Ehrenamtlichen zum Kurs bedeutet die Anerkenntnis der Bedingungen. Die Teilnehmer können z.B. die Ausbildung vorfinanzieren und die Kosten weitgehend erstattet erhalten, wenn sie ihre Tätigkeit aufnehmen. Im Nachgang sollten die Ehrenamtlichen weiter begleitet werden. Eine Erfassung von bestehenden Fortbildungsangeboten in Datenbanken lohnt sich eher nicht, da dies eines hohen Pflegeaufwands bedarf und für ein inhaltlich breites Feld mit zu vielen Institutionen Aktualisierungen ausgetauscht werden müssen. In der Praxis stehen schon heute diverse Datenbanken nebeneinander; diese dann in einer großen Zentraldatenbank aufgehen zu lassen, dürfte unrealistisch sein. Hilfreich sind jedoch Referentenpools, wie es sie bei Stiftungen oder größeren Programmen gibt. Eine Möglichkeit sind Webinare (=Kombination aus Seminaren und Online-Fortbildung). Sie eignen sich für Interessenten im ländlichen Raum, wenn die Zielgruppe netzaffin ist und die technischen bzw. infrastrukturellen Möglichkeiten gegeben sind.